Die Plattform für finanzielle Bildung und ein reiches Leben
00:00:07: Der Wohlstandsbildner Podcast.
00:00:09: Mit der Grundsatzfrage, was wirklich nötig ist zum Aufbau großer Geldmengen.
00:00:14: Die richtige Herkunft oder eine außergewöhnliche Leistung?
00:00:18: Es gibt nämlich noch etwas Drittes.
00:00:21: Den wichtigsten Reichtumstförderer, den sich jeder Wohlstandsbildner zunutze macht und der auch begründet, warum ein einziger Mensch sechshundert Milliarden Dollar vermögen, ob sich vereinen kann.
00:00:30: Und das völlig zu Recht.
00:00:33: Wie macht der Geburt, wenn Herkunft mehr zählt als Leistung?
00:00:36: Sperrmalotterie.
00:00:38: Das ist doch mal ein neues, erfrischendes Wort im Fachwokavular, der Wurste als Bildner Welt.
00:00:44: Ich habe kurz gezuckt, dass ich das das erste Mal gelesen habe und dann habe ich es gleich lieb gewonnen, weil der freche Begriff ein gerade auch deutsches Phänomen wunderbar präzise auf den Punkt bringt.
00:00:55: Aufgegabelt habe ich das Wort in einem Interview, das die TATS mit der Politologin Martina Linnartas geführt hat.
00:01:03: Link in der Podcast-Beschreibung.
00:01:05: Diese neunzehntneunzig geborene Deutschpolin hat sich besonders den Themen Ungleichheit von Vermögen und der Umverteilung von Reichtumgebiet mit.
00:01:14: sie nennt es Rückverteilung von Reichtum.
00:01:17: Wer sich Eingänder damit beschäftigen will, kann sich ihrem im Wohlwollverlag herausgebrachten Buch zu wenden mit dem Titel Unverdiente Ungleichheit Niederweg aus der Erbengesellschaft gelingen kann.
00:01:31: Mit diesem Buchtitel erschließt sich auch, was es mit der Sperma Loterie auf sich und alle folgenden Erläuterungen beziehen sich auch auf die Meinung und das Buch der Frau Linatas jetzt.
00:01:42: Diese Zeugungsloterie bezeichnet nämlich den Zufall oder Erfolgsfaktor der Geburt, schön gewürzt mit einer patriarchalen Schärfe.
00:01:51: Was nämlich Linatas der Folge gerade in Deutschland besonders zählt, das ist Wessens Sperma.
00:01:57: also welcher männliche Vorfahr jemanden gezeugt hat.
00:02:01: Und das hat zwei Gründe.
00:02:03: Erstens, Reichtum folgt in unserer Gesellschaft überwiegend der väterlichen Linie große Vermögen, Firmenanteile, Machtpositionen.
00:02:11: Sie werden auch immer vorrangig von Männern weitergegeben und bis heute häufiger von Söhnen als von Töchtern übernommen.
00:02:17: Und sowieso sieht man das noch eine Weile so bleiben.
00:02:20: Und zweitens, der Staat ins Leben hängt stark vom vererbten Vermögen ab und weniger von der eigenen Leistung.
00:02:27: Du kannst noch so klug, fleißlich und motiviert sein.
00:02:30: Wenn du in die falsche Familie eingeboren wirst, ist deine finanzielle Flughöhe nach oben gedeckelt.
00:02:35: Und du kannst völliger Durchschnitt, ja sogar unterbildet sein.
00:02:39: Wenn Papa dir seine Firma und sonstiges Vermögen vererbt, hast du gewonnen, ohne jemals in den Wettwerb eingestiegen zu sein.
00:02:48: Ja, das klingt jetzt überzeichnet, aber die Zahlen geben Frau Linatas recht, wie der aktuelle Bericht der Schweizer OBS zum Globalen Reichtum.
00:02:55: und zum Erbvermögen-Zeit.
00:02:57: Im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr.
00:03:27: Das Manager-Magazin spricht von zwo hundert zwundsechzig und die sparsame Schweiz mit der UBS nennt nur hundert sechsundfünfzig deutsche Milliardäre.
00:03:36: Das scheint also nicht ganz klar zu sein, wohl auch, weil es eine gewisse Dunkelziffer gibt.
00:03:40: Manche der Betuchten klagen nämlich dagegen, dass man ihren Namen in irgendeinem Drinking nennt.
00:03:47: Daher wird immer der Lidlgründer, die der Schwarz als Reichsterdeutscher genannt, was aber nicht stimmt, denn die reichsten Deutschen kommen aus der Farmerbranche.
00:03:55: Und wie gesagt, deren Namen darf man nicht sagen.
00:03:58: Frau Linatas tut es dennoch in dem Interview.
00:04:01: Also wenn es also interessiert, dann bitte im beigelegten Link nachlesen.
00:04:06: In jedem Fall ist die Zahl der superreichen in Deutschland heftig gestiegen.
00:04:12: Quellen der UBS zur Folge um vierzig Leute, die allein ihr Vermögen in diesem Jahr um sechsundzwanzig Prozent steigern konnten.
00:04:20: Ob da auch vererbtes Geld eine Rolle mitspielt, das weiß ich jetzt nicht, aber.
00:04:23: Es ist doch stark zu vermuten.
00:04:28: Denn in Deutschland trifft das Prinzip der Sperma-Lotterie so zu wie nirgendwo sonst, weil nur rund ... ... rund ... ... rund ... ... rund ... ... rund ... ... rund ... ... rund ... ... rund ... In den USA, übrigens, gibt es die meisten Milliardäre um die neunhundert herum, aber nur wenig aufgrund ihrer Zeugung, denn der Großteil hat das Vermögen tatsächlich selbst aufgebaut.
00:05:06: Und in China, wenig verwunderlich bei dem vor dreißig Jahren noch Armenland, haben alle vierhundertsiebzig Milliardäre ihr Geld aus eigener Kraft aufgebaut.
00:05:16: Zurück zu Frau Linatas und ihren Studien, die ich lesenswert und interessant finde, wenngleich ich nicht alle ihre Thesen für die ungleiche Verzeihung von Vermögen teile und schon gar nicht ihre Lösungsansätze.
00:05:27: Und das will ich begründen.
00:05:29: Sie scheint der Anläufung von Reichtum mal generell zu misstrauen.
00:05:35: Sie spricht deshalb auch nicht von Superreichen, weil sie deren Reichtum nicht super findet und sie diese Leute auch nicht verwechselt sehen will mit Superhelden oder sowas.
00:05:44: Sie nennt sie einfach Überreiche.
00:05:47: Und die zahlen ihrer Meinung nach zu wenig Steuern, nützen aber die Infrastruktur, die mit Steuergeld aufgebaut und erhalten wird, weit mehr als wir als Durchschnittsverdiener.
00:05:57: Und da stimme ich ihr zu, würde aber für die niedrige Steuerlast nicht den Reichen die Schuld geben, sondern dem Steuersystem, das zu viele Lücken für Finanztricksereien auflässt.
00:06:08: So wie der Radprofil im Wettbewerb auch alle hoffentlich legalen Tricks nutzt, um schneller zu werden.
00:06:14: So sieht eben auch ein Milliardär nicht ein, dreihundert Millionen Steuern zu zahlen, wenn es auch nur hundert Millionen sein können.
00:06:20: Und von den gesparten zweihundert Millionen gewissermaßen bezahlt er die Tricks, die ihm die Steuern vermeiden und es bleibt ein schöner Gewinn übrig.
00:06:29: Und das Streben nach dem meisten, dem besten, naja, nicht nur dem schönsten, aber nach dem Reichsten auf jeden Fall, das ist nun mal im Großteil der Menschen angelegt.
00:06:41: Meine persönliche Lösung bezüglich Steuergerechtigkeit sehe ich so aus.
00:06:46: Der Gesetzgeber in unserem Fall die EU, aber am besten alle Gesetzgeber der Welt, damit es keine Steuerinseln mehr gibt, der Gesetzgeber müsste nur einheitlich festlegen, dass Konsumkapital enorm hochbesteuert wird und produktivkapital enorm niedrig.
00:07:03: Also zum Beispiel die Mehrwertsteuer rauf auf sagen wir mal, aber der für die Körperschaft und Einkommensteuern runter auf zehn Prozent.
00:07:13: Und die allermeisten sonstigen Steuern abschaffen.
00:07:16: Und dann sollte er für Firmen genauso wie für Privatanleger festlegen, dass er ab einem höheren Freibetrag alles geldproduktiv zugelieren muss.
00:07:25: Also investiert sein muss in Ideen, Dienstleistungen, Fertigungstrecken, Arbeitsplätze, Infrastruktur, ja oder auch Immobilien.
00:07:34: Andernfalls droht die Versteuerung oder eine Art Wertverlust das Geld ist.
00:07:39: Solange Geld also etwas bewirkt, soll es so wenig belastet werden wie möglich.
00:07:43: Dann kann auch von den Arbeitgebern viel mehr ausgezahlt werden.
00:07:47: Wenn man der Wertjöpfungskette Geld in Form von Gewinnen entnimmt, dann schließt viel mehr Geld in die Taschen der Endverbraucher, die sich damit auch die Mehrwertsteuer leisten können.
00:07:56: Und die Endverbraucher können sich dann immer wieder aufs Neue entscheiden, ob sie ihr Geld produktiv... und Gewinn bringen Investieren und sollen sich keine Steuern oder ob sie es verkonsumieren.
00:08:07: Und dann haben sie ein gutes Leben.
00:08:09: Und wenn Reiche viel mehr konsumieren als weniger betuchte, ja wunderbar, dann kommt richtig Geld ins Staatssäckel.
00:08:17: Das ist jetzt natürlich stark verkürzt und vereinfacht mein Ansatz.
00:08:21: Ich nenne übrigens reiche Menschen auch nicht pauschal reich.
00:08:24: Ich differenziere den Begriff Reichtum oder Reichsein.
00:08:28: Und das ist etwas, das Frau Linnathas eben gar nicht berücksichtigt und damit meiner Meinung nach zu kurz denkt.
00:08:33: Denn wenn das Vermögen eines Menschen in Betrieben, in Firmen oder in sonstigen Produktionsstätten liegt, hat der Besitzer doch gar nichts davon.
00:08:43: Höchstens viel Arbeit und Entstandshaltungskosten.
00:08:47: Nehmen wir etwa Landwirte, von denen es auch zum Glück einige bei uns in der Investorengemeinschaft gibt.
00:08:52: Und deshalb habe ich sie auch hier als lebendiges Beispiel vor Augen.
00:08:56: Ihre Maschinen und ihr Land, ja, die mögen viele Millionen wert sein, aber deshalb sind sie doch nicht reich.
00:09:04: Reich sind sie in meiner Wahrnehmung erst, wenn sie alles verkaufen würden, ihre Sachwerte also versilbern würden, ihren Reichtum ausgeben könnten, wenn sie denn wollten.
00:09:13: Und bis dahin sind sie vermögend, denn sie vermögen viel zu tun mit ihrem Besitz.
00:09:20: Aber reich im Sinne eines Konsumlebens, das sind sie nicht.
00:09:24: Und solange gehören sie auch nicht besteuert, finde ich.
00:09:26: Denn das ist marktwirtschaftlich bescheuert.
00:09:33: Also gäbe es weniger Steuerschlupflöcher aufgrund eines fairen, einfachen und sinnvollen Steuersystems, das Wertschöpfung belohnt und Werte verzehr also Konsum belastet, und dann würden auch viele Reiche hier bleiben.
00:09:48: Und es stünde so mehr Geld für soziales Verteidigung, Umwelt und Infrastruktur aus den hohen Konsumsteuern zur Verfügung.
00:09:56: Ja nun.
00:09:57: An anderer Stelle meint dann die Politologin Linatas, die Ungleichheit in der Vermögensverteilung wäre demokratiegefährdend und bringt in diesem Zusammenhang auch den Aufstieg der AfD ins Spiel.
00:10:10: Ich bin mir da nicht sicher, das klingt jetzt für mich gleich eher nach linkem Schlagwort narrativ, denn es gibt so viele Studien und Experimente, die zeigen, dass sich eine gewisse Verteilungsungleichheit nach kurzer Zeit immer wieder einstellt.
00:10:25: Egal wie oft du dagegen als Politiker mit Umverteilung vergisst.
00:10:28: In den linksradikalen Diktaturen, wie etwa Venezuela oder Cuba, da sieht man das ja seit Jahrzehnten eindrücklich.
00:10:35: Mit Demokratie oder anderen Gesellschaftsordnungen hat das jedenfalls weniger zu tun.
00:10:40: Es hat viel mehr mit der Natur, das Menschen zu tun.
00:10:43: Schauen wir uns das mal genauer an.
00:10:45: Sagen wir mal ganz theoretisch zur Veranschaulichung.
00:10:48: Wir haben hundert Menschen, die jetzt stellvertretend die gesamte Menschheit repräsentieren.
00:10:54: Und diese Hundert haben alle die genau gleichen Startbedingungen.
00:10:59: Nun legen wir das Pareto-Prinzip darunter.
00:11:01: Dieses berühmte, weil allgemein gültige Verteilungsprinzip.
00:11:05: Pareto nochmal kurz erklärt.
00:11:07: Das ist das Achtzig zu zwanzig Prinzip und ich differenziere die Achtzig genau etwas genauer in sechszig zu zwanzig.
00:11:15: Es gibt also eine Art zwanzig, sechszig, zwanzig Verteilung, die allen Bereichen auf diesem Planeten irgendwie... Innensobholen scheint.
00:11:24: Für unser Beispiel hat das dann Folgen der Auswirkungen.
00:11:29: Stattest du also hundert Menschen mit den gleichen Startbedingungen aus, dann gibt es in dieser Gruppe immer zwanzig, die nichts daraus machen.
00:11:39: Und das sind die mit den Talenten im Weinberg des Herrn, die ihr Guthaben ausgeben, ihre Fähigkeiten nicht einsetzen wollen oder können.
00:11:46: Warum auch immer?
00:11:47: Früher oder später sind sie dann auf die Alimentierung an Drahen gewesen, wenn sie nicht wohnen sollen.
00:11:53: Ja, und dann gibt es die große Mehrheit der Sechzig, die ich Menschen mit angestellten Bewusstsein nenne.
00:12:00: Achtung, das ist jetzt überhaupt nicht abwertend gemeint, sondern beschreiben.
00:12:03: Denn diese Menschen würden von sich selbst sagen, dass Selbstständigkeit, Unternehmertum, riesigen Eingehen, ständig Ideen finden, Netzwerke pflegen, auch mal an sich Stundenwoche reinschieben, das alles.
00:12:16: Das wollen sie nicht, das wäre nichts für sie.
00:12:19: Sie stellen sich aber mit ihren Fähigkeiten gern in den Dienst anderer.
00:12:22: Sie arbeiten also für die Ziele anderer und dafür wollen sie bezahlt werden.
00:12:29: Damit werden sie jetzt nie oberreich, vor allem wenn sie sich nicht finanziell weiterbilden, aber es reicht für ein gutes Leben sogar mit Haus, Hund, drei Kindern und dreimal Urlaub im Jahr.
00:12:38: Und das ist die ganz normale Mittelschicht.
00:12:45: Wir haben jetzt also zwanzig Arme und sechzig Durchschnittsverdiener mit vielleicht Bescheidenen, aber absichern den Rücklagen, bleiben die letzten zwanzig in der Gruppe dieser Hundert.
00:12:57: Und das sind die, die nach mehr Streben, die können auch angestellt sein, sind dann aber bei Daimler halt Deutschlandchef oder wenigstens Abteilungsleiter und verdienen zehntausend bis zwanzigtausend Euro im Monat, ähnlich wie Ärzte und viele Freiberufler und so wie Selbstständige, die richtig gut verdienen, weil sie halt Dienstleistungen oder Produkte anbieten, die entweder essentiell sind oder anderweitig sehr begehrt sind.
00:13:21: Und zu diesen zwanzig Menschen fließt früher oder später.
00:13:25: Immer mindestens fünfzig Prozent des vorhandenen Gesamtvermögens.
00:13:32: Ist ja auch klar, denn das Startvermögen der armen zwanzig, die nicht zuhören, es verkonsumieren, das fließt irgendwann zu den reichen zwanzig.
00:13:39: Und wenn ja so was wie globales Wachstum gibt im Rahmen allgemeiner Produktivitätssteigerung, durch mehr Intelligenz, Automatisierung, Digitalisierung, Effektivierung.
00:13:48: Ja, dann wachsen die Angestellten in der Gruppe der Sechzig ein wenig, aber die zwanzig Reichen wachsen eben viel mehr und schneller, weil sie am Ende der Nahrungskette stehen und innerhalb der gesamten Wertschöpfungsketten sind.
00:14:02: Ja, und um den Berg die Spitze aufzusetzen, wage ich jetzt noch diese Gruppe der zwanzig Reichen zu splitten, wieder auch nach Pareto, in sechzehn und vier.
00:14:14: Sechzehn werden vermögend und richtig wohlhabend.
00:14:17: Teils noch durch Arbeit, oft auch durch Wissen und Kluges Handeln.
00:14:20: Immer aber ist auch Fleiß dabei.
00:14:23: Und vier werden richtig reich.
00:14:27: Weil diese vier den Schlüssel zur Erschließung richtig großer Geldmenge finden durch besonders viel.
00:14:33: Einsatz, Intelligenz, Disziplin und sicher etwas Glück.
00:14:38: Und dieser Schlüssel heißt, meine langjährigen Podcast-Hörer wissen es, Wirkung.
00:14:45: Diese vier werden zu superreichen weil sie es schaffen, eine Superwirkung zu erzeugen für viele, viele Menschen.
00:14:53: Und diese vier müssen gar nicht mehr so viel mehr arbeiten, als die anderen sechzehn der Erfolgreichen.
00:14:59: Sie vermögen, ja wieder mal vermögen, sie vermögen nur etwas zu erschaffen, dass er über ihre eigene Leistung hinaus Wirkung auf hunderttausende am besten Millionen Menschen entfaltet.
00:15:12: Und sich diese Wirkung in einer Größenordnung vervielfacht, die kein persönlicher Arbeitseinsatz je mehr erreichen könnte.
00:15:19: Um genau darauf beruhte auch maßgeblich die Wohlstandsbildner-Strategie in Form ihrer obersten Direktive, die mit acht legendär gewordenen Worten zusammenfasst, was starke Renditen bringt.
00:15:30: Es ist die Wirkung.
00:15:32: Und je mehr Menschen an dieser Wirkung interessiert sind, desto höher.
00:15:36: Die Rendite.
00:15:39: Doch nehmen wir mal einfache Beispiele für Wirkung anhand einzelner Personen, die wir alle kennen.
00:15:45: Das Paradebeispiel unserer Zeit ist natürlich Elon Musk.
00:15:48: Dessen Vermögen, dass vor allem in Tesla und Space X steckt, erst in diesen Tagen auf unfassbare US-Sixhunderts-Siebenen-Siebten-Milliarden-Dollar geschätzt wurde.
00:15:59: Es ist ja nur noch eine Frage weniger Jahre und er wird als erster Mensch die Billionengrenze durchschreiten.
00:16:04: Mit Vernunft ist das Befehle nicht mehr nachvollziehbar.
00:16:07: Mit seiner globalen Wirkung aber, die längst bis in den Weltraum reicht, schon eher.
00:16:13: Ja, oder Beispiel Taylor Swift, eine durchschnittlich begabte Musikerin, aber eine überdurchschnittlich gute Vermarkterin ihrer Musik und ihrer Geschichten.
00:16:24: Jetzt hat sie halt mindestens dreieinhalb Millionen Fans und ist Milliardärin.
00:16:29: Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo, kicken wie tausende andere Spitzenfußballer gegen einen Ball.
00:16:35: Aber sie spielen halt so erfolgreich, dass ihre Dwegen die Leute in Stadion kommen, die in den Fernseher anschalten und aber Millionen die Social-Media-Kanäle der beiden abonnieren.
00:16:44: Und dann geben diese Millionen bereit, will ich viele Millionen für Schuhe oder Trikots aus, nur weil diese Fußballgötter dafür Werbung machen.
00:16:55: Das ist keine große Leistung im Sinne von Kalorienverbrauch.
00:16:58: jetzt diese Werbung, wie sie der Fabrikarbeiter jeden Tag abliefert.
00:17:02: Aber ihre Leistung hat eben eine viel, viel größere.
00:17:05: Wirkung.
00:17:07: Oder nehmen wir eine der größten Schauspielerinnen unserer Zeit, Kate Winslet.
00:17:13: Sie bekommt mindestens zwanzig Millionen für einen Film, den viele Millionen anschauen, weil sie nun mal mitmacht.
00:17:19: Ist da jeder Dollar gerechtfertigt?
00:17:21: Ja, natürlich.
00:17:23: Und manchmal an dieser Stelle eine kleine Anekdote, die viele mich kennen, wenn wir es doch tatsächlich vom Kalorienverbrauch einiges superreicher haben und was viele übersehen bei den Topstars im Kino.
00:17:34: oder auf dem Fußballplatz oder auf der Konzertbühne.
00:17:38: Für ihre Rolle in Avatar hat Kate Winslet viele Unterwasserszenen drin müssen, ohne Sauerstoffversorgung, wegen dieser speziellen Kameraaufnahmetechnik, die der James Cameron entwickelt hat.
00:17:51: Und sie hat mehr als sechs Monate dafür trainiert, um so lange wie möglich unter Wasser bleiben und Schauspielern zu können.
00:17:59: Und was war das Ergebnis?
00:18:01: Sie hat sich vor Tom Cruise den Weltrekord im Schauspielen unter Wasser erschworen.
00:18:06: Mit mir als sieben Minuten.
00:18:09: Cruise schaffte nur sechs.
00:18:12: Und das meinte ich mit.
00:18:13: Zwanzig von hundert, streben nach mehr.
00:18:16: Denn von sich aus würden die anderen nach sich so einen Aufwand nicht auf sich nehmen.
00:18:21: Nur für kleine Details in einem Film, die kein Zuschauer je wirklich würdigen wird.
00:18:26: Das ist nicht nur eine Meile extra gegangen.
00:18:29: Das sind zehn Meilen extra.
00:18:31: Wo der Großteil, der ebenfalls ja tollen Schauspieler, Fußballer oder Künstler längst schon ausgestiegen wäre.
00:18:37: Aber nun.
00:18:39: Um Verteilungsfreunde wie eine Linatas würden einer Winslet nie zwanzig Millionen Garsche für einen Film zusprechen, weil sie einfach nicht sehen wollen, welche Wirkung durch sie zustande kommt.
00:18:51: Sie sehen nur einen Betrag, vergleichen ihn mit dem, was die Masse der anderen hat und sagen, das ist zu viel, das ist ungereist.
00:18:58: Der nehmen wir jetzt mal was weg, damit die Demokratie und der soziale Frieden nicht gefährdet werden.
00:19:04: Tja, ist so eine Haltung demokratisch?
00:19:08: Wird da nicht eigentlich antidemokratisch gehandelt, um scheinbar die Demokratie zu verteidigen?
00:19:14: Vielleicht ist es am Ende wieder doch nur der eine große Faktor, den die Umverteiler nicht zugeben wollen, wenn sie sich hinter so wohlklingen, denn aber eigentlich holen Vokabeln verschanzen wie sozialer Frieden, Solidarität, Gemeinwohl, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Vermögensgerechtigkeit, Chancengleichheit oder sonst noch was.
00:19:35: Und dieser eine große Faktor ist neben dem Wirkungsfaktor der Neid-Faktor.
00:19:44: Wie es doch das so schöne einprägsame Sprichwort aus China benennt, Neid sieht nur das Blumenbeet, nie den Spaten, aber wie auch immer.
00:19:55: Um soweit zu kommen, wie ein Dieter Schwarz mit seinen Liedlmärkten, Kate Winslet wie ihren Film und ein Ronaldo mit einem Fußball, da braucht es so viel außergewöhnlichen Fleiß, Disziplin, Talent.
00:20:08: Glauben man sich selbst Risikobereitschaft und ja sicher auch manchmal Glück, dass sie eben nur sehr wenig in der Lage sind, eine derartige Wirkung zu erzeugen.
00:20:17: Ja und jetzt kommt eine Tat, die Grünen, die SPD und eine Frau Linatas daher unwerben dafür, den überreichendes Geld abzunehmen.
00:20:25: auch den Sechzig Prozent der Militäre weltweit, die ihren Reichtum selbst aufgebaut haben.
00:20:31: Ja, jetzt durch welche Steuern oder Abgaben auch immer.
00:20:35: Und wofür?
00:20:37: Um Mehrgleichheit zu schaffen.
00:20:39: Ja, das können Sie machen.
00:20:41: Aber ich verstehe dann auch, dass sich die mit der überreichen Wirkung, nicht freiwillig über Gebühr, schröpfen lassen.
00:20:48: Viele kennen den Preis des Erfolgs nicht.
00:20:51: Das ist okay.
00:20:53: Viele, die den Preis kennen, wollen.
00:20:55: ihn nicht bezahlen.
00:20:57: Auch okay.
00:20:59: Nun gibt es aber die, die den Preis für ihren Erfolg mit Schmerz und Entbehrung bezahlt haben, dass die jetzt für das oft bequemere Leben andere bezahlen sollen.
00:21:09: Und das finde ich nicht okay.
00:21:11: Also wenn jemand sagt, es würde die Demokratie gefährden, wenn die erfolgreichen Nichtsorkasse gebeten werden würden, dann sehe ich das so.
00:21:18: Wenn sich jemand umsonst nimmt, was einem anderen gehört, dann ist das nicht Demokratie, sondern Liebstahl.
00:21:26: Niemand wird dauerhaft reich, was hat noch nie funktioniert, indem er andere Ärmer macht.
00:21:31: Man verkrault nur die Reichen, was dem Staatshaushalt noch nie gut getan hat.
00:21:37: So viel anhand eines Interviews zur Umverteilungsfantasien.
00:21:40: Ja, das ist leider ein hochaktuell aufgekochtes Thema bei uns, ja gerade in Deutschland, wenn viele Politiker gerade das linken Milieus keine kreativeren Ideen haben, als die Leistungsträger noch mehr zu belassen.
00:21:53: Ich will damit aber eigentlich gar keine politischen Aussagen machen.
00:21:56: Wie ich im vergangenen Bundestagswahlkampf hier in meinem Podcast immer gesagt habe, ich setze mir bei allem zuerst die Wirtschaftsbrille auf.
00:22:06: Denn alles beginnt mit der Finanzierung der Dinge, aber die kommt nur aus der Wirtschaft.
00:22:10: Und erst wenn ich mit der Wirtschaftsbrille durchblicke, kann ich mir die Sozialbrille aufsetzen und dann die Umweltbrille, die Verteidigungsbrille und die Entwicklungshilfebrille am Ende auch noch.
00:22:22: Aber wer schon durch die erste Brille nicht sieht, er macht alles weitere im blinden Flug.
00:22:27: Ungefährliche Bruchpiloten erleben wir in unserer Parteilandschaft gerade sehr anschaulich, etwa mit Bärbel-Bass als Chefpilotin.
00:22:35: Okay, das war jetzt eindeutig politisch.
00:22:39: Frust oder Klarheit, wie eine Investition richtig beurteilt wird?
00:22:46: Nun, will ich in diesem letzten Podcast im Jahr kurz vor Weihnachten nicht frustriert klingen?
00:22:52: Das ist aber schwer, denn viele sind gerade frustriert für die Dinge laufen, sei es jetzt ökonomisch oder politisch.
00:22:58: Ja, so wie eine Wohlstandsbilderin kürzlich sagte, naja, die fünf Prozent im Topf sind jetzt auch nicht so berauschen.
00:23:06: Nun, man kann natürlich enttäuscht sein, wenn der Schnitt der letzten dreiundzwanzig Jahre in diesem Topf doppelt so hoch war.
00:23:12: Auch da steckt mehr dahinter, nämlich der große Nutzen einer ermutigenden Perspektive, wenn man sie einnimmt.
00:23:18: Anders gesagt, nur wer versteht, welches Spiel er als Investorspiel, der sieht klar und fühlt sich auch dann gut.
00:23:26: Selbst wenn die Dinge scheinbar nicht so gut laufen wie besagte fünf Prozent, reden wir also darüber, welches Spiel wir Wohlstandsbildner spielen.
00:23:34: Und ich hoffe, das ist dann tatsächlich ein beruhigender und vielleicht sogar aufheitender Abschluss dieses Podcast-Jahres.
00:23:45: Am einen Ende der Scala stehen die Day Trader.
00:23:50: Das sind die Zocker, die auf Aktien, Derivate oder die Wiesenmärkte negieren und Sekunden und Minuten denken.
00:23:57: Wenn man geht es daher nur um ein paar Pips nach oben oder nach unten.
00:23:59: In meinen Augen ist das eine der perversesten Ausbildung eines aus den völlig aus den Fugen geratenen Finanzsystems.
00:24:07: Und die ursprünglich sinnvolle Idee eines Marktplatzes, ja ein Gebot und Nachfrage zusammenzubringen, Kapital dorthin zu lenken, wo reale Wertschiffungen entsteht, das wird hier vollständig absurdum geführt.
00:24:17: Es entsteht kein Produkt, kein Nutzen, kein Mehrwert für die Realwirtschaft.
00:24:22: Stattdessen wird Volatilität Selbst zum Handelsgut.
00:24:27: Also der Markt wird nicht genutzt, sondern missbraucht.
00:24:30: Und das Ergebnis ist ein hochgradig nervöses, gezuckeliges System, in dem die Nervosität an sich Geld bringt.
00:24:39: Und nur darauf kommt es an.
00:24:41: Also damit haben wir wohl schnellst bitte nichts zu tun.
00:24:44: Eine Stufe darüber liegen die kurzfristigen Händler.
00:24:47: Das sind die, die sind jetzt nicht im Sekundentakt unterwegs, aber die denken in Wochen oder wenigen Monaten.
00:24:55: Typisch sind Immobilien oder Projektdeals mit Laufzeiten von drei, vier oder sechs Monaten.
00:25:00: Und diese Form des Investierens spricht für alle Menschen an die stark steigende Trends, die in kurzer Zeit mitnehmen wollen, insbesondere in Phasen, in denen halt Märkte überdurchschnittlich schnell wachsen.
00:25:12: Und da sind beim Timing Momentum und ein gutes Cashpalster entscheiden.
00:25:17: Ja, das kann funktionieren, verlangt aber ein sehr hohes Maß an Aufmerksamkeit und die Bereitschaft schnell zu entscheiden.
00:25:23: und schnell große Sonnen zu bewegen.
00:25:26: Damit haben wir auch nichts zu tun.
00:25:28: Weil jetzt kommt's.
00:25:30: Der mittelfristige Bereich beginnt für mich ab drei Jahren Laufzeit und reicht bis zehn oder zwölf Jahren.
00:25:38: Hier verschiebt sich der Fokus jetzt deutlich.
00:25:41: Da schaut man schon tiefer, es werden Geschäftsmodelle wichtig, Standortqualität, Marktzyklen zählen mehr als so kurzfristige Preisschwankungen.
00:25:50: Ja, viele Beteiligungen.
00:25:52: Entwicklungsimmobilien oder Infrastrukturprojekte bewegen sich in genau diesem Zeitraum.
00:25:56: Schwankungen gehören natürlich dazu, aber die werden da nicht überbewertet, eigentlich kommentarlos hingenommen.
00:26:04: Und jetzt, ab zwölf Jahren spreche ich von langfristigem Investieren.
00:26:08: In diesem Bereich entfaltet Zeit.
00:26:11: Zeit, ihre volle Wirkung als eine der mächtigsten Renditefaktoren, den man mehr oder weniger gratis geschenkt bekommt.
00:26:18: Der Preis für dieses Geschenk ist Geduld.
00:26:22: Denn Zins ist ins Effekt, die reale Wertschöpfung, exponentielles Wachstum von echter Substanz, von Megatrends, all das braucht Zeit, deshalb Geduld.
00:26:32: Und der zweite Preis, den man für Zeit, also Renditebringer bereit sein muss, zu zahlen, ist die Lassenheit.
00:26:39: Denn kurzfristige Marktbewegungen verlieren in der langfristigen Entwicklung ihre Bedeutung.
00:26:44: Und das kann dann schon mal herausfordernd sein, wenn es für Monate oder sogar für wenige Jahre in die falsche Richtung zugehenscheid.
00:26:51: Das auszuhalten und eigentlich gar nicht zu beachten, das ist die Aufgabe für Investoren, wenn sie sich langfristige Investitionen ab zwölf bis fünfzehn Jahren ins Portfolio holen.
00:27:02: Und wo auf der Laufzeitskala sind nun wir Wohlstandsbildner?
00:27:05: fortet?
00:27:06: Tja, fast überall.
00:27:07: Denn ein wichtiges Kriterium ist für uns das ganz unterschiedliche Laufzeiten für Kontraste in ein und demselben Portfolio sorgen.
00:27:16: Entscheidend ist dabei, dass man die verschiedenen Laufzeiten nicht durcheinanderbringt, wenn man den Bieten bewertet.
00:27:22: Eine Top-Strategie ist zum Beispiel klar langfristig angelegt mit einem Zeithorizont von mindestens zwölf Jahren.
00:27:29: Es ergibt daher gar keinen Sinn, nach eineinhalb Jahren in eine App zu schauen und sich verrückt zu machen, weil die Performance gerade nicht im eigenen Wunschbild entspricht, zum Beispiel bei fünf Prozent liegt.
00:27:39: Und weil das ist gar nicht der Zweck dieser Anlage.
00:27:42: Solche Investments lässt man in Ruhe arbeiten und schaut vielleicht alle zwei oder drei Jahre mal drauf.
00:27:48: Gleichzeitig hatten und haben wir ja sehr wohl auch kurzfristige Investments.
00:27:52: Toll war ein Klapptier mit rund zweieinhalb Jahren Laufzeit und etwa neunzehn Prozent Rendite pro Jahr.
00:27:57: Oder eine Unternehmensanleihe mit zwanzig Prozent in einem Jahr.
00:28:00: Oder aktuell sind viele in einem Darlehen mit einem Jahr Laufzeit investiert, das bis zu dreißig Prozent liefern soll.
00:28:08: Grundsätzlich aber sind wir keine solche Gelegenheitstaucher auf der Suche nach der gerade am schlernsten glänzenden Perle am Meeresgrund.
00:28:16: Ja, also wenn sich etwas Schönes anbietet, dann nehmen wir es natürlich mit.
00:28:19: Aber das ist nicht Hauptbestandteil unserer Strategie.
00:28:22: Es sind Blumen am Wegrand mehr nicht.
00:28:25: Der Kern unseres Portfolios liegt ganz klar im Mittel- bis Langfristigen Bereich.
00:28:31: Denn wir sind als Value-Investoren Werte Erschaffer, Werte Schöpfer.
00:28:39: Also Beispiel, Entwicklungssysteme sind mit drei bis sieben Jahren mittelfristig.
00:28:43: Infrastruktur ist er langfristig.
00:28:45: Ja, in Agri-Kultur ist ausschließlich nicht langfristig zumindest, wenn wir in Kaskaden-Effekten von vierzehn bis achtundzwanzig Jahren denken.
00:28:52: Ja, oder wir denken an die Laufzeiten von Bäumen, die uns dreißig Jahre mit herrlichen Ernten erfreuen sollen.
00:28:58: Wir davon aber fünf bis sieben Jahre abziehen müssen, nämlich die Zeit vom Setzling bis zum Erwachsenenbaum.
00:29:04: Also wenn Valley-Investoren beurteilen wollen, wie etwas gelaufen ist, müssen sie deshalb immer das Gesamtportfolio betrachten und nicht nur eine einzelne Position.
00:29:14: Die Strategie lebt doch von der Synergie kontrastreicher Position.
00:29:19: Und deshalb macht nur eine Gesamtschau auch Sinn.
00:29:22: Und der andere große Hebel, die Renditewaffe schlechthin, ich sag das schon, ist die Zeit.
00:29:30: Zeit lässt kleine Dinge groß werden und große Fehler verblassen, sagte mal ein schlauer Kopf.
00:29:35: Und wer Zeit hat, der kann viele Male daneben liegen.
00:29:39: und macht trotzdem ein großes Vermögen, weil nur ein kleiner Teil des Portfolios funktionieren müssen.
00:29:43: Deshalb gilt gerade so wie jetzt in den schwierigen Zeiten, sollten wir uns zurücklehnen und die Zeit soll ihren Job erledigen.
00:29:52: Nur dann lässt man sich nicht von kurzfristigem Rauschen, geraune und sonstigen Geschnatter nervös machen.
00:30:00: Gerade das Geschnatter von Pesimisten, das ist ja immer besonders laut.
00:30:04: Und warum so viele so gern dann doch darauf hören, das hat ja allzu menschliche Gründe, aber klug ist es nicht unbedingt für Value-Investoren.
00:30:12: Doch das ist eine Geschichte, die zwar viel über uns Menschen verrät, aber ein anderer Mal erzählt werden soll.
00:30:19: Genus-Element, die Telepathy-Tapes und ein anderer Blick auf Einschränkungen.
00:30:27: Ja, wir sind schon deutlich über meinen angestrebten zwanzig Minuten für normale Podcasts, aber kommt zum Jahresabschluss muss für ein ganz besonderes Genus-Element noch Platz sein.
00:30:37: Ich bin darüber etwas gestolpert, das heißt, The Telepathy-Tapes.
00:30:41: Link dazu auch in der Podcast-Beschreibung.
00:30:44: Und diese Telepartie-Protokolle sind ein Podcastprojekt, das sich mit einer Gruppe von Menschen beschäftigt, die oft als die am stärksten eingeschränkten und unverstandenen in unserer Gesellschaft gelten, nämlich nicht sprechende Menschen.
00:31:03: Viele von ihnen mit Autismus.
00:31:05: Ja, eine neurologische Blockade, apraxie genannt, das scheint zu verhindern, dass das Gehirn dieser Menschen die Signale klaren, ihre Sprecher oder Bewegungsmuskeln sendet.
00:31:15: Von außen betrachtet vermutet man nur Stillstand, Beschränkung, ja oft auch Intellektuelle Unfähigkeit.
00:31:21: und die Eltern müssen sich jahrelang anhören, oh ihr Kind ist nicht wirklich da, was ja falsch schon nicht sein könnte.
00:31:28: Denn genau da, in dieser vermeintlichen Enge, da entfaltet sich womöglich das eigentliche Universum, das in jedem von uns steckt.
00:31:38: Wir aber nicht nutzen, weil wir doch scheinbar alles können.
00:31:43: Und die Geschichten in diesem Projekt sind jetzt wirklich atemberaubend.
00:31:47: Eltern und Therapeuten dieser Non-Speakers berichten, dass diese Kinder und Erwachsenen, die durch ihr Schweigen so begrenzt wirken, dass die Überfähigkeiten verfügen, die wir uns kaum vorstellen können.
00:32:02: Plötzlich können sie mit Hilfe von Buchstabentafeln oder Tastaturen komplexeste philosophische Gedanken äußern.
00:32:10: Sie schreiben Poesie, geben tiefgründige Ratschläge oder legen eine emotionale Reife an den Tag, die alle staunen lässt.
00:32:17: Und das Geheimnis, dass diese Menschen uns enthüllen, ist heute keins mehr, aber viele wissen nichts davon.
00:32:24: Diese Non-Speakers haben telepathische Fähigkeiten.
00:32:29: Ja, richtig gehört.
00:32:31: Es geht darum, dass diese Geister, die durch die physische Hülle so stark limitiert sind, ihre Kommunikation auf eine andere Ebene verlagert haben.
00:32:43: Auf eine Ebene, auf der die physischen Grenzen, wie wir sie kennen, keine Rolle mehr spielen.
00:32:49: Bis heute werden darüber Tapes aufgezeichnet, Bänder angefertigt, mit wissenschaftlich zig Fach in Doppel und vielleicht sogar drei Fachblindstudien überprüften Berichten.
00:32:59: Diese nicht sprechenden Personen können Nummern oder Bilder, die zum Beispiel ihre Eltern in einem separaten, weit entfernten Raum nur gedacht haben, fehlerfrei buchstabieren.
00:33:12: Es gibt Geschichten von Teenagern, die die intimsten Details ihrer eigenen Therapeuten kennen.
00:33:18: Dinge über Todesfälle, Emotionen oder Gespräche, die ihnen ganz gewiss niemand erzählt hat.
00:33:23: Die Forscher und Familien, die sich mit diesem Phänomen beschäftigen, die sprechen davon.
00:33:27: dass diese Menschen tiefer in eine Art fundamentales Bewusstsein eingestimmt zu sein scheinen.
00:33:36: Sie sehen die Welt weniger durch ihre Augen, sondern viel mehr durch ein größeres, ja, wie Netzwerk.
00:33:43: Sie scheinen in der Lage zu sein, Gedanken zu teilen und zwar so selbstverständlich wie wir atmen.
00:33:48: Also das, was für uns normallos wie eine maximale, erreichbare Einschränkung wirkt, die Unfähigkeit zu sprechen, zu schreiben, sich zu bewegen.
00:33:58: Das kann in Wirklichkeit ein Katalysator für eine immense innere Weite sein.
00:34:03: Und die fehlende Fähigkeit, die äußere Welt zu kontrollieren, die hat womöglich ihren Geist, den Geist dieser Menschen dazu gebracht, sich nach innen zu wenden, um sich von dort nach außen in das große Bewusstseins-Netzwerk einzulogen.
00:34:19: So kommt mir das vor.
00:34:20: Und das vermeintliche Handicap, das wird so zu einem Schlüssel, der eine Tür zu einem ganzen Universum voller Möglichkeiten und Fähigkeiten öffnet.
00:34:30: Wir haben zwar bald Weihnachten, aber mich erinnert das schon an die tröstlichen Geschenke der Bergpredigt irgendwie.
00:34:36: Ja, in Anlehnung, in Abkupferung, an die berühmten Sätze in dieser Predigt könnte man also sagen, seelig sind die der geistlich Arm zu sein scheinen, denn ihre ist das Himmelreich.
00:34:49: Seelig sind die der erscheinbar leiden, denn sie sind es, die getröstet werden.
00:34:55: Und selig sind die gar nicht blinden.
00:34:57: Denn Sie sehen womöglich besonders gut.
00:35:01: Habt eine wunderbare magische Weihnachtszeit.
00:35:03: Wir hören uns wieder im nächsten Jahr.
00:35:05: Euer Andreas, der um Wohlstandsbilden.